Es war einmal vor nicht all zu langer Zeit, in einem kleinen Dorf namens Eibelkein. Das Dorf ähnelte einem Bau, ähnlich wie ein solcher, indem Nager ihre Winterruhe abhalten. Tief unter der Erde, geschützt vor den dunklen Mächten an der Erdoberfläche, verbrachten die Taler ihre Lebtage. Die Angst vor den Menschen, die seit einiger Zeit dort oben, an der Erdoberfläche sich breit machten ließ ihnen keine andere Wahl. Die Taler waren ein glückliches Volk, sie liebten einander, jeden auf seine ganz eigene und spezielle Art. Natürlich gab es auch Meinungsverschiedenheiten aber der Wunsch nach Frieden und einem erfüllten Leben einte sie immer wieder. Nun gab es damals, keinen Anführer, es war jeder für jeden verantwortlich und jeder für jeden da. Die Philosophie der Taler sagte, dass ein jeder das Recht auf Glück habe und so war es auch. Die Kranken und Alten wurden gepflegt, es wurde ein jeder mit Respekt bedacht. Es gab keine Kriege, wie sie die Menschen, dort oben, führten. Im Gegenteil, das Verhalten der Krieger stieß bei den friedlichen Talern auf Unverständnis. Warum nur eine Schlacht führen, warum nur Taler opfern, warum das alles wenn es doch nur dieses eine, dieses kostbare Leben gab. So strebten die Taler zuerst nach einem gemeinsamen Dasein, Menschen und sie zusammen. Nicht wie die Tiere, sich jagend und reißend, getreu dem Motto `der Stärkere gewinnt`. Doch schnell wurde klar, dass diesen Wunsch lediglich die Taler hatten. Die Menschen rissen alles an sich, die Bäuser der Taler wurden zerstört, ihre Vorräte geplündert und Taler hingerichtet. Macht wurde demonstriert und die klugen Taler zogen sich zurück, tief unter die Erde. Jetzt fragt man sich warum die Taler dies alles duldeten und sich nicht zur Wehr setzten, alles zurück ließen und den Menschen dort oben, unter dem schönen Himmelszelt mit all dem Grün und den Meeren und Gräsern, walten ließen. Man muss, um dies verstehen zu können, noch weiter zurück gehen in der Geschichte. Zum Ursprung, dem Anfang der Taler, diese waren nämlich schon immer auf der Erde. Von Anfang an, keiner wusste so recht wer sie dort hingebracht hatte und wieso gerade sie, der Beginn von allem sein sollten aber es war so. Sie schufen und schafften, sie wurden geboren und starben. Neben Ihnen entstanden andere Spezien, Tiere und Pflanzen suchten sich ihren Platz auf diesem Planeten, bald war es bunt und laut und überall gab es etwas zu entdecken. Nun war natürlich nicht alles wie in einem Bilderbuch, nur positiv und sanft aber die Taler suchten sich ihren Platz und fanden ihn. Respektvoll wurden sie, im Kreise der Tiere aufgenommen. Sie sorgten für die Kranken und pflegten die Alten, so wie sie es mit ihres gleichen stets gehalten hatten. Selbst die größten und gefährlichsten Tiere warten den Frieden, wohl wissend das die Taler sie respektierten und sie ein faires Volk waren. Die Kämpfe zwischen den einzelnen Tiergruppen blieben und die Taler arrangierten sich damit, sie schlugen sich nie auf eine Seite oder schlossen jemanden aus. Es gab damals einen ganz besonders warmen Tag an dem der Himmel sich tief schwarz färbte, wie eine drohende Macht die nichts gutes verheißen konnte. Die Stimmung auf der Erde veränderte sich schlagartig. Alle waren in Aufruhe aber nur die Taler konnten die Warnung erkennen, 'es wird etwas schreckliches passieren', etwas so schreckliches das alles und jeden vernichten wird. Die Taler wollten die Tiere warnen aber diese hörten nicht, sie liefen schreiend umher, übermannt von Angst und Panik. Mütter schrien nach ihren Kindern, Essen wurde gehortet und alle Regeln schienen außer Kraft gesetzt. Ein jeder suchte sich einen Platz, unter Blättern und in Büschen, in Seen und zwischen Steinen. Perozius, ein besonders tapferer Zeitgenosse, wollte es noch einmal wagen. Er stieg auf einen hohen Berg, kletterte auf den höchsten Berg und rief den Tieren zu, sie sollen zusammen bleiben, sich ein Versteck tief unter der Erde suchen, in Abgründen oder Löchern aber die Tiere hörten nicht zu und so machten die Taler sich auf den Weg in ihr Versteck, alle zusammen, friedlich und in Einklang. Wohl wissend das sie diese Tiere nun das letzte mal gesehen hatten. Es dauerte viele Gezeiten bis die Erde aufhörte zu beben, die Schreie der Tiere verstummten sehr viel früher und klangen doch lange nach. So hatten sie es überlebt. Perozius wollte es wagen, er packte ein paar Dine zusammen, die er am Körper mit sich führen wollte und bat zwei Freunde ihn zu begleiten. Tumsand und Adonera waren voller Hoffnung und freuten sich, gemeinsam mit Perozius den Himmel wieder zusehen und so zogen sie los. Sie benötigten zwei Sonnen bis sie den Riegel zum Himmel öffnen konnten, doch das was sie da zu sehen bekamen erschütterte sie zutiefst. Sie hatten es sich ausgemalt, gedacht vorbereitet gewesen zu sein aber es war alles dem Erdboden gleich aber dem war nicht so. Es gab keine toten Tiere, keine Bäume oder gar Wiesen. Nur der Himmel, der war geblieben, voller Sterne. Eine klare Nacht empfing sie und der Mondschein erhellte die trostlose, tote Landschaft. Tumsand, ein Großgewachsener, eitler Kerl, umklammerte den Stock, den er in der Hand hielt. Adonera war der Jüngste von den Dreien und etwas kräftiger aber weise und feinfühlig, er schnaufte und atmete geräuschvoll aus. Der Kummer war allen ins Gesicht gezeichnet und so verharrten sie einige Minuten. Perozius brach das Schweigen, faltete seine Hände zu einem Trichter und brüllte so laut es ihm möglich war "IST DA JEMAND?" und dann wiederholte er seinen Ruf, wieder und wieder. Tumsand und Adonera stimmten mit ein, doch lediglich der sandige Wind peitschte als Antwort den Talern ins Gesicht.
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