Wir schreiben das Jahr 2016, die Menschheit steht am Abgrund und aus der Tiefe rufen unsere Ahnen. Grelle Schreie von Zeitzeugen die uns warnen wollen aber es ist zu spät, die Menschheit steht wieder einmal vor dem Ende und diese Tatsache ist unumkehrbar.
Lange haben wir nicht gebraucht und wer in den letzten Jahren aufmerksam war, konnte es spüren.
Kriege wurden und werden geführt, Gründe wie Geld und Rohstoffe scheinen banal, sind aber real.
Religionen, die uns Halt geben und uns einen sollen, entfremden uns von einander.
Der Fortschritt, der uns augenscheinlich viel positives gebracht hat, wird letztendlich für eine absolute Auslöschung der Spezies Mensch sorgen.
Auch wenn unsere Politiker uns vermitteln möchten, dies alles zu wissen und es im Griff zu haben, sind sie trotzdem machtlos und beschäftigt mit sich selbst.
Es liegt wohl auch ein stückweit in der Natur des Menschen, abzuwarten und die Augen zu verschließen vor Dingen die unangenehm sind aber wer ist eigentlich Schuld?
Weil es braucht einen Schuldigen. Jemanden, der einfach die Verantwortung trägt, sie uns abnimmt, damit wir sagen können "Wäre er nicht, wäre alles besser".
Die Flüchtlinge, Hitler, die KVB, mein Vater, seine Freundin, schlechte Musik, Handys, der Chef, die Zigarettenindustrie und und und... es besteht also Potenzial und jeder könnte ein Schuldiger sein und Verantwortung übernehmen aber das wäre ja lächerlich.
Wo kämen wir denn hin, wenn sich jeder selbst reflektieren und sich in Weitsicht üben würde?
Wir könnten die Verantwortung über unsere Unfähigkeit des gemeinsamen Zusammenlebens an unsere Vorfahren abgeben, weil die haben es uns ja nicht anders beigebracht und es einfach anders zu machen und eine aktivere Rolle einzunehmen, in dem Geflecht Leben, wäre doch verrückt.
Oder?
Man könnte es auch so formulieren: Unsere Geschichte hat uns gelehrt, dass wir stets bemüht sein sollen, unser eigenes Leben, auf Hochglanz zu polieren. Sätze wie "Lebe jeden Tag, als wäre er dein Letzter" und "man steht sich selbst am nächsten" animieren außerdem dazu, unsere Prioritäten dementsprechend zu legen und unseren Blick nicht über das Große und Ganze schweifen zu lassen.
Die wenigen Ausnahmen, die sich davon freigemacht haben, werden belächelt und als Gutmenschen abgetan. Gefördert werden Proteste nicht, jegliche Art der Meinungsfreiheit wird unterbunden und dies fördern wir alle indem wir weiterhin wegsehen, verurteilen und immer den Weg des geringsten Wiederstandes wählen.
Dieser Weg wird uns vorgegeben, geprägt durch die Medien, die uns angebliche Ideale präsentieren.
Du bist was du hast, heißt doch nichts anderes als: Ich bin gut weil ich es mir leisten kann.
Mädchen werden in primitiven Formaten dazu animiert sich komplett bloßzustellen und sich den Gelüsten der Masse zu stellen. Dort ist kein Platz für Individuen und wenn sich doch einmal so ein Querulant dorthin verirrt, gibt es schon recht bald kein Foto mehr für Betreffenden.
Futter für die Massen, weil die Welt diese Spiele braucht und fordert. Der Weg der Politik ist es dieser Forderung nachzugeben und ihnen das zu geben was sie am wenigsten brauchen. Was ja am Ende nichts anderes heißt als das wir zum beschränkten Denken verleitet werden, wie sonst kommt es zu solch hohen Einschaltquoten und dem gleichzeitig zunehmenden Andrang auf Psychotherapeuten?
Kranke Menschen spielen mehr Geld in die Kassen der oberen Zehntausend und das ist gut für alle oder etwa nicht? Was wäre denn, wenn unsere Jugend nicht immer adipöser werden würde und die mediale Hirnwäsche nicht dafür sorgen würde, dass unsere Werte komplett den Bach runter gehen?
Was wäre wenn..
aber und das möchte ich in aller Deutlichkeit sagen: Es ist zu spät!
Menschen werden nach ihrer Hautfarbe, Religion oder sozialem Stand be- und verurteilt. Wir vernichten uns selbst und nur eine wird als Siegerin hervorgehen, unsere Erde. Wir brauchen keine Naturkatastrophen, wir haben uns und wir sind sehr viel zuverlässiger darin uns selbst auszurotten.
Im Jahre 2016 schauen wir auf so viele Kriege, Verfolgungen und Sklavereien zurück, selbst wenn wir tatsächlich nur 10% unserer Gehirnkapazität nutzen, sollte doch trotzdem irgendwann ein Lerneffekt eintreten aber genau der Gegensatz ist der Fall, wir verblöden stetig mehr.
Bildung heißt Erfolg, heißt Geld, heißt Glück. Bildung in diesem Kontext heißt schulische Höchstleistung, komme was wolle, kein Raum für freie Entfaltung.
Der Druck auf jeden Einzelnen wächst aber vor allem der Nachwuchs leidet unter diesem, meist von den Eltern unterstützten, Stress.
Die Kindheit prägt uns, die Jugend fördert uns und unsere Erfahrungen formen uns aber was ist wenn uns dies genommen wird, was ist wenn der Einfluss von anderen dazu führt das wir uns nicht freientfalten können und unseren Weg in diese chaotische, sich selbst zerstörende Welt nicht selbstständig gehen können?
Es gibt kein "wenn", weil es der Realität entspricht.
Wir werden gemustert und aussortiert, jeden Tag auf s neue.
Der Geburtsort entscheidet schon vorab, die Chancen auf eine gute Schulbildung gehen gleich Null wenn du in einem Randbezirk mit vielen sozialen Brennpunkten aufwächst aber auch das ist Kalkül und gewollt, weil wir brauchen dumme Menschen. Zukünftige Konsumenten, Menschen die leicht zu beeinflussen sind weil keine eigene Meinung vorhanden ist.
Dieses Ungleichgewicht ist kein Zufall, im Gegenteil, es ist essentiell und bildet eine tragende Rolle in unserer Sozialstruktur.
Mangelnde Bildung ist gleich Unwissenheit, ist gleich wissbegierig, ist gleich leicht zu beeinflussen, was bedeutet das wir uns Rechtsradikale züchten, dass die AFD von der SPD ins Leben gerufen wurde, dass schwere Erkrankungen durch falsche oder mangelnde Ernährung antrainiert werden und wir absolut nichts dagegen tun können.
Im Gegenteil, wir machen mit, jeden Tag. Wir mustern uns, wir maßen uns an uns über einen anderen Menschen, eine andere Religion oder Ansicht stellen zu dürfen. Wir halten uns für besser, schöner und klüger und das zeigen wir den Minderwertigeren auch, den Bettlern, den Türken, den Kassiererinnen, Behinderten und wenn wir das weiterspinnen dann auch unserer Umwelt.
Wir wissen alles, die Weisheit mit Löffeln gefressen stolzieren wir arrogant und überheblich mit aufgestelltem Gefieder durch die Welt und glauben sie zu besitzen und erhaben über sie walten zu können.
Radikale Ansichten wohin man nur schaut, alles muss extremverpackt sein, vertraut wird nur sich selbst und alle Dunkelhäutigen verkaufen Drogen.
Bald ist es geschafft, die Stimmen unserer Ahnen, weit unten im Abgrund, werden leiser, sie realisieren; Es gibt kein Zurück, es holt uns ein. Die Fehler wiederholen sich und in rasender Geschwindigkeit nähern wir uns dem Ende.
Die Erde wird es uns danken, wir haben sie beschmutzt, sie zerstört und mit unserer primitiven Anwesenheit waren wir eine Schande für so eine Kostbarkeit die sich Leben nennt.
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