Donnerstag, 9. Juni 2016

Liebe oder Hass?!

Die Unterstellungen und Vorwürfe nehmen zu und man sollte meinen das ich aus all diesem meine Schlüsse ziehe und vor allem auch Konsequenzen aber ich bleibe und verweile in der Schockstarre aus Hilflosigkeit und Resignation.
Mein Leben hat mich geprägt und mich zu dem Menschen gemacht der ich heute bin und trotzdem sitze ich hier und gestehe mir ein, dass ich weiterhin die selben Fehler mache.
Mein Alltag besteht aus einer sich ständig wiederholenden Aneinanderreihung von Aufgaben, die ich zu erledigen habe. Alleine das Aufstehen fällt mir schwer, weil ich weiß was mich erwartet und mich diese Tristes anwidert. Meine Beziehung ist eine Grotte, aus der ich nicht hinausklettern kann, weil ich schon ganz drin verschwunden bin. Unten, am Abgrund verweile ich und warte auf den Knall, der von Tag zu Tag näher zu rücken scheint. Die Tatsache, dass ich kein Sonderfall bin ist erdrückend und trägt nicht dazu bei, dass ich in Erwägung ziehe, meine Richtung zu ändern. Warum auch, wenn doch überall diese Leere, früher oder später auf mich wartet.

Ein Beispiel aus dem Leben einer guten Freundin: Sie sitzen zusammen auf dem Sofa, eigentlich nah, so nah das SIE den Atem ihres Freundes auf ihren Schultern spüren könnte aber sie sind sich fremd. Es ist Etwas, etwas das keiner zu begreifen vermag, eine Stille die sich von Innen nach Außen zu fressen scheint. ER greift über SIE hinweg um die Fernbedienung zu erreichen, bedacht SIE nicht zu berühren, nicht weil ER SIE unattraktiv findet, sondern weil es sich nicht mehr so gehört.
Es ist unausgesprochen aber die Stimmen in ihren Köpfen schreien es jede Sekunde die das Paar zusammen verbringt. Es ist aus, seit Monaten schon herrscht eine eisige Distanz, die körperliche Nähe und intime Gespräche verbietet.
SIE schlägt ihre Beine übereinander, trinkt einen Schluck Wein und versucht dem Film, den die beiden seit einer Stunde, stumm nebeneinander sitzend schauen, zu folgen. Es geht um einen Hausmeister, der sich unsterblich in die Frau seines besten Freundes verliebt. Die Geschichte ist trocken aber der Humor trifft IHREN Geschmack. SIE stellt ihr Glas auf dem Beistelltisch zu IHRER Linken ab, in diesem Moment wechselt ER den Sender. Eine Aktion Szene macht sich auf dem Bildschirm breit. Zwei muskulöse Jugendliche gehen mit Messern aufeinander los, der etwas Größere verletzt den Anderen am Bein der sich mit einem Faustschlag revanchiert.
SIE hasst Gewalt, jeglicher Art und Weise und wendet sich IHM zu, warum weiß SIE nicht. SIE  weiß das eine Frage in einer Diskussion ausartet und diesen geht SIE mittlerweile gezielt aus dem Weg. SIE atmet geräuschvoll aus, ER räuspert sich und fixiert den Fernseher. SIE versinkt in Gedanken und denkt darüber nach wie schön es einmal war, die Liebe war so groß und schien unbesiegbar aber davon war keine Spur mehr vorhanden. Im Gegenteil.....


folgt!

Freitag, 13. Mai 2016

Die Taler und der Anfang von allem..

Es war einmal vor nicht all zu langer Zeit, in einem kleinen Dorf namens Eibelkein. Das Dorf ähnelte einem Bau, ähnlich wie ein solcher, indem Nager ihre Winterruhe abhalten. Tief unter der Erde, geschützt vor den dunklen Mächten an der Erdoberfläche, verbrachten die Taler ihre Lebtage. Die Angst vor den Menschen, die seit einiger Zeit dort oben, an der Erdoberfläche sich breit machten ließ ihnen keine andere Wahl. Die Taler waren ein glückliches Volk, sie liebten einander, jeden auf seine ganz eigene und spezielle Art. Natürlich gab es auch Meinungsverschiedenheiten aber der Wunsch nach Frieden und einem erfüllten Leben einte sie immer wieder. Nun gab es damals, keinen Anführer, es war jeder für jeden verantwortlich und jeder für jeden da. Die Philosophie der Taler sagte, dass ein jeder das Recht auf Glück habe und so war es auch. Die Kranken und Alten wurden gepflegt, es wurde ein jeder mit Respekt bedacht. Es gab keine Kriege, wie sie die Menschen, dort oben, führten. Im Gegenteil, das Verhalten der Krieger stieß bei den friedlichen Talern auf Unverständnis. Warum nur eine Schlacht führen, warum nur Taler opfern, warum das alles wenn es doch nur dieses eine, dieses kostbare Leben gab. So strebten die Taler zuerst nach einem gemeinsamen Dasein, Menschen und sie zusammen. Nicht wie die Tiere, sich jagend und reißend, getreu dem Motto `der Stärkere gewinnt`. Doch schnell wurde klar, dass diesen Wunsch lediglich die Taler hatten. Die Menschen rissen alles an sich, die Bäuser der Taler wurden zerstört, ihre Vorräte geplündert und Taler hingerichtet. Macht wurde demonstriert und die klugen Taler zogen sich zurück, tief unter die Erde. Jetzt fragt man sich warum die Taler dies alles duldeten und sich nicht zur Wehr setzten, alles zurück ließen und den Menschen dort oben, unter dem schönen Himmelszelt mit all dem Grün und den Meeren und Gräsern, walten ließen. Man muss, um dies verstehen zu können, noch weiter zurück gehen in der Geschichte. Zum Ursprung, dem Anfang der Taler, diese waren nämlich schon immer auf der Erde. Von Anfang an, keiner wusste so recht wer sie dort hingebracht hatte und wieso gerade sie, der Beginn von allem sein sollten aber es war so. Sie schufen und schafften, sie wurden geboren und starben. Neben Ihnen entstanden andere Spezien, Tiere und Pflanzen suchten sich ihren Platz auf diesem Planeten, bald war es bunt und laut und überall gab es etwas zu entdecken. Nun war natürlich nicht alles wie in einem Bilderbuch, nur positiv und sanft aber die Taler suchten sich ihren Platz und fanden ihn. Respektvoll wurden sie, im Kreise der Tiere aufgenommen. Sie sorgten für die Kranken und pflegten die Alten, so wie sie es mit ihres gleichen stets gehalten hatten. Selbst die größten und gefährlichsten Tiere warten den Frieden, wohl wissend das die Taler sie respektierten und sie ein faires Volk waren. Die Kämpfe zwischen den einzelnen Tiergruppen blieben und die Taler arrangierten sich damit, sie schlugen sich nie auf eine Seite oder schlossen jemanden aus. Es gab damals einen ganz besonders warmen Tag an dem der Himmel sich tief schwarz färbte, wie eine drohende Macht die nichts gutes verheißen konnte. Die Stimmung auf der Erde veränderte sich schlagartig. Alle waren in Aufruhe aber nur die Taler konnten die Warnung erkennen, 'es wird etwas schreckliches passieren', etwas so schreckliches das alles und jeden vernichten wird. Die Taler wollten die Tiere warnen aber diese hörten nicht, sie liefen schreiend umher, übermannt von Angst und Panik. Mütter schrien nach ihren Kindern, Essen wurde gehortet und alle Regeln schienen außer Kraft gesetzt. Ein jeder suchte sich einen Platz, unter Blättern und in Büschen, in Seen und zwischen Steinen. Perozius, ein besonders tapferer Zeitgenosse, wollte es noch einmal wagen. Er stieg auf einen hohen Berg, kletterte auf den höchsten Berg und rief den Tieren zu, sie sollen zusammen bleiben, sich ein Versteck tief unter der Erde suchen, in Abgründen oder Löchern aber die Tiere hörten nicht zu und so machten die Taler sich auf den Weg in ihr Versteck, alle zusammen, friedlich und in Einklang. Wohl wissend das sie diese Tiere nun das letzte mal gesehen hatten. Es dauerte viele Gezeiten bis die Erde aufhörte zu beben, die Schreie der Tiere verstummten sehr viel früher und klangen doch lange nach. So hatten sie es überlebt. Perozius wollte es wagen, er packte ein paar Dine zusammen, die er am Körper mit sich führen wollte und bat zwei Freunde ihn zu begleiten. Tumsand und Adonera waren voller Hoffnung und freuten sich, gemeinsam mit Perozius den Himmel wieder zusehen und so zogen sie los. Sie benötigten zwei Sonnen bis sie den Riegel zum Himmel öffnen konnten, doch das was sie da zu sehen bekamen erschütterte sie zutiefst. Sie hatten es sich ausgemalt, gedacht vorbereitet gewesen zu sein aber es war alles dem Erdboden gleich aber dem war nicht so. Es gab keine toten Tiere, keine Bäume oder gar Wiesen. Nur der Himmel, der war geblieben, voller Sterne. Eine klare Nacht empfing sie und der Mondschein erhellte die trostlose, tote Landschaft. Tumsand, ein Großgewachsener, eitler Kerl, umklammerte den Stock, den er in der Hand hielt. Adonera war der Jüngste von den Dreien und etwas kräftiger aber weise und feinfühlig, er schnaufte und atmete geräuschvoll aus. Der Kummer war allen ins Gesicht gezeichnet und so verharrten sie einige Minuten. Perozius brach das Schweigen, faltete seine Hände zu einem Trichter und brüllte so laut es ihm möglich war  "IST DA JEMAND?" und dann wiederholte er seinen Ruf, wieder und wieder.  Tumsand und Adonera stimmten mit ein, doch lediglich der sandige Wind peitschte als Antwort den Talern ins Gesicht.

Das Ende und das Übel namens Mensch

Wir schreiben das Jahr 2016, die Menschheit steht am Abgrund und aus der Tiefe rufen unsere Ahnen. Grelle Schreie von Zeitzeugen die uns warnen wollen aber es ist zu spät, die Menschheit steht wieder einmal vor dem Ende und diese Tatsache ist unumkehrbar.
Lange haben wir nicht gebraucht und wer in den letzten Jahren aufmerksam war, konnte es spüren.

Kriege wurden und werden geführt, Gründe wie Geld und Rohstoffe scheinen banal, sind aber real.
Religionen, die uns Halt geben und uns einen sollen, entfremden uns von einander.
Der Fortschritt, der uns augenscheinlich viel positives gebracht hat, wird letztendlich für eine absolute Auslöschung der Spezies Mensch sorgen.

Auch wenn unsere Politiker uns vermitteln möchten, dies alles zu wissen und es im Griff zu haben, sind sie trotzdem machtlos und beschäftigt mit sich selbst.

Es liegt wohl auch ein stückweit in der Natur des Menschen, abzuwarten und die Augen zu verschließen vor Dingen die unangenehm sind aber wer ist eigentlich Schuld?

Weil es braucht einen Schuldigen. Jemanden, der einfach die Verantwortung trägt, sie uns abnimmt, damit wir sagen können "Wäre er nicht, wäre alles besser".

Die Flüchtlinge, Hitler, die KVB, mein Vater, seine Freundin, schlechte Musik, Handys, der Chef, die Zigarettenindustrie und und und... es besteht also Potenzial und jeder könnte ein Schuldiger sein und Verantwortung übernehmen aber das wäre ja lächerlich.
Wo kämen wir denn hin, wenn sich jeder selbst reflektieren und sich in Weitsicht üben würde?

Wir könnten die Verantwortung über unsere Unfähigkeit des gemeinsamen Zusammenlebens an unsere Vorfahren abgeben, weil die haben es uns ja nicht anders beigebracht und es einfach anders zu machen und eine aktivere Rolle einzunehmen, in dem Geflecht Leben, wäre doch verrückt.
Oder?

Man könnte es auch so formulieren: Unsere Geschichte hat uns gelehrt, dass wir stets bemüht sein sollen, unser eigenes Leben, auf Hochglanz zu polieren. Sätze wie "Lebe jeden Tag, als wäre er dein Letzter" und  "man steht sich selbst am nächsten"  animieren außerdem dazu, unsere Prioritäten dementsprechend zu legen und unseren Blick nicht über das Große und Ganze schweifen zu lassen.

Die wenigen Ausnahmen, die sich davon freigemacht haben, werden belächelt und als Gutmenschen abgetan. Gefördert werden Proteste nicht, jegliche Art der Meinungsfreiheit wird unterbunden und dies fördern wir alle indem wir weiterhin wegsehen, verurteilen und immer den Weg des geringsten Wiederstandes wählen.

Dieser Weg wird uns vorgegeben, geprägt durch die Medien, die uns angebliche Ideale präsentieren.
Du bist was du hast, heißt doch nichts anderes als: Ich bin gut weil ich es mir leisten kann.
Mädchen werden in primitiven Formaten dazu animiert sich komplett bloßzustellen und sich den Gelüsten der Masse zu stellen. Dort ist kein Platz für Individuen und wenn sich doch einmal so ein Querulant dorthin verirrt, gibt es schon recht bald kein Foto mehr für Betreffenden.
Futter für die Massen, weil die Welt diese Spiele braucht und fordert. Der Weg der Politik ist es dieser Forderung nachzugeben und ihnen das zu geben was sie am wenigsten brauchen. Was ja am Ende nichts anderes heißt als das wir zum beschränkten Denken verleitet werden, wie sonst kommt es zu solch hohen Einschaltquoten und dem gleichzeitig zunehmenden Andrang auf Psychotherapeuten?

Kranke Menschen spielen mehr Geld in die Kassen der oberen Zehntausend und das ist gut für alle oder etwa nicht? Was wäre denn, wenn unsere Jugend nicht immer adipöser werden würde und die mediale Hirnwäsche nicht dafür sorgen würde, dass unsere Werte komplett den Bach runter gehen?
Was wäre wenn..

aber und das möchte ich in aller Deutlichkeit sagen: Es ist zu spät!

Menschen werden nach ihrer Hautfarbe, Religion oder sozialem Stand be- und verurteilt. Wir vernichten uns selbst und nur eine wird als Siegerin hervorgehen, unsere Erde. Wir brauchen keine Naturkatastrophen, wir haben uns und wir sind sehr viel zuverlässiger darin uns selbst auszurotten.

Im Jahre 2016 schauen wir auf so viele Kriege, Verfolgungen und Sklavereien zurück, selbst wenn wir tatsächlich nur 10% unserer Gehirnkapazität nutzen, sollte doch trotzdem irgendwann ein Lerneffekt eintreten aber genau der Gegensatz ist der Fall, wir verblöden stetig mehr.
Bildung heißt Erfolg, heißt Geld, heißt Glück. Bildung in diesem Kontext heißt schulische Höchstleistung, komme was wolle, kein Raum für freie Entfaltung.
Der Druck auf jeden Einzelnen wächst aber vor allem der Nachwuchs leidet unter diesem, meist von den Eltern unterstützten, Stress.

Die Kindheit prägt uns, die Jugend fördert uns und unsere Erfahrungen formen uns aber was ist wenn uns dies genommen wird, was ist wenn der Einfluss von anderen dazu führt das wir uns nicht freientfalten können und unseren Weg in diese chaotische, sich selbst zerstörende Welt nicht selbstständig gehen können?
Es gibt kein "wenn", weil es der Realität entspricht.

Wir werden gemustert und aussortiert, jeden Tag auf s neue.
Der Geburtsort entscheidet schon vorab, die Chancen auf eine gute Schulbildung gehen gleich Null wenn du in einem Randbezirk mit vielen sozialen Brennpunkten aufwächst aber auch das ist Kalkül und gewollt, weil wir brauchen dumme Menschen. Zukünftige Konsumenten, Menschen die leicht zu beeinflussen sind weil keine eigene Meinung vorhanden ist.
Dieses Ungleichgewicht ist kein Zufall, im Gegenteil, es ist essentiell und bildet eine tragende Rolle in unserer Sozialstruktur.
Mangelnde Bildung ist gleich Unwissenheit, ist gleich wissbegierig, ist gleich leicht zu beeinflussen, was bedeutet das wir uns Rechtsradikale züchten, dass die AFD von der SPD ins Leben gerufen wurde, dass schwere Erkrankungen durch falsche oder mangelnde Ernährung antrainiert werden  und wir absolut nichts dagegen tun können.

Im Gegenteil, wir machen mit, jeden Tag. Wir mustern uns, wir maßen uns an uns über einen anderen Menschen, eine andere Religion oder Ansicht stellen zu dürfen. Wir halten uns für besser, schöner und klüger und das zeigen wir den Minderwertigeren auch, den Bettlern, den Türken, den Kassiererinnen,  Behinderten und wenn wir das weiterspinnen dann auch unserer Umwelt.
Wir wissen alles, die Weisheit mit Löffeln gefressen stolzieren wir arrogant und überheblich mit aufgestelltem Gefieder durch die Welt und glauben sie zu besitzen und erhaben über sie walten zu können.
Radikale Ansichten wohin man nur schaut, alles muss extremverpackt sein, vertraut wird nur sich selbst und alle Dunkelhäutigen verkaufen Drogen.

Bald ist es geschafft, die Stimmen unserer Ahnen, weit unten im Abgrund, werden leiser, sie realisieren; Es gibt kein Zurück, es holt uns ein. Die Fehler wiederholen sich und in rasender Geschwindigkeit nähern wir uns dem Ende.

Die Erde wird es uns danken, wir haben sie beschmutzt, sie zerstört und mit unserer primitiven Anwesenheit waren wir eine Schande für so eine Kostbarkeit die sich Leben nennt.